Planung & Checkliste
Website erstellen lassen: Welche Inhalte muss ich vorbereiten?
Die Website-Checkliste für Unternehmen aus Heilbronn: Ziele, Leistungen, Texte, Bilder und Zugänge für einen gut vorbereiteten Webauftritt sammeln.
Von Licata Studio · Webdesign aus Heilbronn · Stand:
Du möchtest deine Website erstellen lassen, aber Texte, Bilder und Unterlagen liegen noch nicht fertig vor? Für das erste Gespräch brauchst du keine perfekt ausgearbeitete Mappe. Eine ehrliche Beschreibung deines Betriebs und ein klares Ziel reichen, um die Planung zu beginnen.
Vor der Umsetzung lohnt sich trotzdem eine geordnete Sammlung. So wird sichtbar, was bereits vorhanden ist, was überarbeitet werden muss und wo Unterstützung gebraucht wird. Die folgende Checkliste richtet sich an Unternehmen und Selbstständige aus Heilbronn und der Region.
1. Beschreibe dein Ziel und deine Kunden
Überlege zuerst, wofür die Website gebraucht wird. Ein lokaler Dienstleister möchte passende Anfragen erhalten; ein Restaurant möchte vielleicht Speisekarte und Reservierung leicht zugänglich machen. Diese Ziele führen zu unterschiedlichen Seiten und Funktionen.
Notiere in wenigen Sätzen, wen du ansprechen möchtest und welche Fragen diese Menschen vor einer Anfrage stellen. Dafür brauchst du keine Marketingbegriffe. Die Formulierungen aus echten Kundengesprächen sind ein guter Ausgangspunkt.
- Was soll ein Besucher nach dem Lesen wissen oder tun?
- Welche Kunden und Aufträge passen besonders gut zu deinem Unternehmen?
- In welchem Gebiet arbeitest du tatsächlich?
- Was müssen Interessenten wissen, bevor sie Kontakt aufnehmen?
2. Sammle deine Leistungen in verständlicher Sprache
Schreibe deine wichtigsten Leistungen auf und ergänze jeweils: Für wen ist die Leistung gedacht, welches Problem wird bearbeitet und was ist enthalten? Eine reine Stichwortliste erklärt dein Angebot oft noch nicht ausreichend.
Ein Handwerksbetrieb kann beispielsweise typische Aufgaben, den Ablauf bis zum Angebot und passende Projektbilder zusammentragen. Ein Beratungsunternehmen sollte erklären, welche Situation der Kunde mitbringt und wie die Zusammenarbeit beginnt. Nicht jede Leistung braucht automatisch eine eigene Unterseite.
- Drei bis fünf zentrale Leistungen oder Angebotsgruppen als Ausgangspunkt.
- Die häufigsten Kundenfragen mit kurzen, sachlichen Antworten.
- Wichtige Grenzen: Was bietest du nicht an oder nur nach gesonderter Absprache?
- Falls öffentlich gewünscht: Preise oder die Faktoren, aus denen ein Angebot entsteht.
3. Lege Bilder und freigegebene Arbeitsbeispiele zusammen
Echte Bilder können zeigen, mit wem ein Kunde zusammenarbeitet und was dein Betrieb leistet. Sammle vorhandene Aufnahmen von Team, Arbeitsort, Produkten und Projekten möglichst in ihrer ursprünglichen Qualität. Ein zugeschnittenes Messenger-Bild ist für eine große Website-Ansicht nicht immer geeignet.
Halte bei jedem Arbeitsbeispiel fest, was du gemacht hast und welche Informationen veröffentlicht werden dürfen. Für eine Referenz sind Aufgabe und eigener Beitrag oft aussagekräftiger als ein Foto ohne Erklärung. Kundenstimmen nur mit korrekter Zuordnung und passender Freigabe verwenden.
- Logo möglichst als SVG oder in einer vorhandenen Originaldatei.
- Ausgewählte Fotos mit kurzer Erklärung, was sie zeigen.
- Zwei bis drei Arbeitsbeispiele mit Aufgabe, Umfang und eigener Rolle.
- Hinweise zur Herkunft und zur erlaubten Verwendung von Bildern, Logos und Zitaten.
4. Prüfe Kontakt- und Unternehmensangaben
Kontaktinformationen sollten zur tatsächlichen Arbeitsweise passen. Wenn du Kunden nur nach Vereinbarung empfängst, muss das verständlich sein. Wenn du vor Ort arbeitest, beschreibe dein reales Einsatzgebiet, statt möglichst viele Orte aufzuzählen.
Gleiche die vorgesehenen Angaben mit deiner bisherigen Website und deinem Google-Unternehmensprofil ab. Sammle außerdem vorhandene Rechtstexte. Welche Anpassungen daran für die neue Website erforderlich sind, sollte bei Bedarf fachlich geklärt werden.
- Korrekter Unternehmensname, Adresse und erreichbare Kontaktmöglichkeiten.
- Öffnungszeiten oder ein klarer Hinweis auf Terminvereinbarung.
- Gewünschter Anfrageweg: Telefon, E-Mail, Formular oder eine vorhandene Buchungslösung.
- Vorhandene Profile und Informationen, die auch auf der neuen Website erscheinen sollen.
5. Kläre Domain, Technik und Zuständigkeiten
Für einen Relaunch ist wichtig zu wissen, wo Domain, Hosting und E-Mail verwaltet werden. Diese Dienste können bei unterschiedlichen Anbietern liegen. Eine neue Website sollte nicht nebenbei den geschäftlichen E-Mail-Empfang unterbrechen.
Erstelle zunächst eine Liste der Anbieter und zuständigen Personen. Passwörter gehören nicht in ein allgemeines Anfrageformular oder in die Inhaltssammlung. Notwendige Zugriffe lassen sich später gezielt und über einen geeigneten Weg freigeben.
- Domain- und Hosting-Anbieter sowie vorhandenes Website-System.
- Zuständigkeit für geschäftliche E-Mail und technische Änderungen.
- Bestehende Buchungs-, Newsletter- oder andere Dienste, die erhalten bleiben sollen.
- Ansprechperson für Rückfragen und verbindliche Freigaben.
Was tun, wenn Texte oder Fotos noch fehlen?
Markiere fehlendes Material ausdrücklich, statt mit austauschbaren Texten oder beliebigen Bildern zu starten. Im Projekt kann dann geklärt werden, ob Inhalte gemeinsam strukturiert, vorhandene Texte überarbeitet oder neue Aufnahmen organisiert werden sollen. Der dafür benötigte Aufwand gehört in den vereinbarten Umfang.
Ein einfaches gemeinsames Dokument mit den Bereichen Unternehmen, Leistungen, Bilder, Kontakt und offene Fragen genügt für die Vorbereitung. Für das erste Gespräch reichen auch Stichpunkte. Entscheidend ist, dass ein realistischer Überblick entsteht und niemand stillschweigend von fertigen Inhalten ausgeht.
Plane für Rückfragen und Freigaben feste Zuständigkeiten ein. Wenn Texte und Bilder erst kurz vor der Veröffentlichung eintreffen, müssen Gestaltung und Inhalt unter Umständen erneut aufeinander abgestimmt werden. Früh geklärte Aufgaben machen den Ablauf übersichtlicher.